Grundlagen
Kundendaten DSGVO-konform verwalten: Der Praxisguide für Freelancer
Kundendaten sind Gold wert - aber auch sensibel. So verwaltest du sie datenschutzkonform.
Markus Wagner
·
·11 Min Lesezeit
Als Freelancer verarbeitest du täglich personenbezogene Daten. Die DSGVO stellt klare Anforderungen an den Umgang.
Grundsätze der DSGVO
- Rechtmäßigkeit: Du brauchst eine Rechtsgrundlage (Vertrag, Einwilligung, berechtigtes Interesse)
- Zweckbindung: Daten nur für angegebenen Zweck verwenden
- Datenminimierung: Nur erheben, was du brauchst
- Speicherbegrenzung: Löschen, wenn nicht mehr nötig (aber Aufbewahrungsfristen beachten)
Praktische Umsetzung
Daten erfassen
Nur notwendige Felder: Name, Adresse, E-Mail. Keine unnötigen Daten.
Daten speichern
Sichere Systeme, verschlüsselte Verbindungen, regelmäßige Backups.
Daten weitergeben
Nur mit Rechtsgrundlage, AVV mit Dienstleistern abschließen.
Aufbewahrungsfristen
| Dokument | Frist |
|---|---|
| Rechnungen | 10 Jahre |
| Verträge | 10 Jahre nach Ende |
| E-Mails | 6 Jahre |
Häufige Fragen
Brauche ich einen Datenschutzbeauftragten?
Als Freelancer in der Regel nicht - die Pflicht gilt erst ab 20 Mitarbeitern.
Was bei DSGVO-Verstößen?
Bußgelder sind möglich, für Freelancer aber selten und meist gering.