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Altersvorsorge

Notgroschen & Liquiditätsreserve 2026

Bevor Sie an Altersvorsorge denken, brauchen Sie einen Notgroschen. Er schützt Sie vor Engpässen und verhindert, dass Sie langfristige Anlagen vorzeitig auflösen müssen.

Warum brauche ich einen Notgroschen? 2026

Der Notgroschen (Liquiditätsreserve) ist Geld für Unvorhergesehenes: Aufträge brechen weg, größere Ausgaben fallen an, Krankheit. Als Selbstständiger haben Sie kein regelmäßiges Gehalt und keinen Arbeitgeber, der bei Problemen zahlt. Ohne Notgroschen müssten Sie im Ernstfall Kredite aufnehmen oder langfristige Anlagen ungünstig verkaufen. Der Notgroschen ist deshalb die Basis jeder Finanzplanung – noch vor der Altersvorsorge.

Vor- & Nachteile

Vorteile

  • Sicherheit bei Einnahmeausfällen
  • Kein Zwang zu ungünstigen Entscheidungen
  • Schutz vor teuren Krediten
  • Ruhigerer Schlaf
  • Bessere Verhandlungsposition (können Aufträge ablehnen)
  • Langfristige Anlagen bleiben unangetastet

Nachteile

  • Geringe/keine Rendite auf dem Tagesgeld
  • Inflation nagt am Wert
  • Geld "arbeitet" nicht
  • Disziplin nötig, nicht anzutasten

Tipps

Praktische Tipps

  • Mindestens 6 Monatsausgaben, besser 9-12
  • Separat auf Tagesgeldkonto halten
  • Nur für echte Notfälle nutzen
  • Nach Entnahme zuerst wieder auffüllen
  • Regelmäßig an steigende Kosten anpassen
  • Nicht alles auf einem Konto (Einlagensicherung beachten)

Häufige Fragen

Wie viel Notgroschen brauche ich als Selbstständiger?
Mindestens 6 Monatsausgaben (nicht Einnahmen!). Bei schwankenden Aufträgen besser 9-12 Monate. Rechnen Sie alle Fixkosten plus Krankenversicherung, Steuern und Lebenshaltung.
Wo lege ich den Notgroschen an?
Tagesgeldkonto bei einer Bank mit guter Einlagensicherung. Keine Aktien – Sie brauchen das Geld sofort verfügbar und ohne Verlustrisiko. Rendite ist hier zweitrangig.
Soll ich erst Notgroschen oder Altersvorsorge aufbauen?
Erst Notgroschen! Ohne Reserve müssten Sie im Ernstfall Altersvorsorge-Verträge kündigen oder beleihen – mit Verlust. Sobald die Reserve steht: parallel sparen.
Was zählt als Notfall?
Auftragsausfall über mehrere Monate, größere ungeplante Ausgaben (Reparaturen, Gesundheit), Krankheit ohne Krankentagegeld. Nicht: Urlaub, neues Handy, "gute Gelegenheit".
Wie baue ich den Notgroschen auf?
Monatlich festen Betrag überweisen, bis das Ziel erreicht ist. Sonderzahlungen nutzen. Erst wenn die Reserve steht, höhere Beträge in Altersvorsorge investieren.
Muss ich den Notgroschen versteuern?
Zinsen auf dem Tagesgeld unterliegen der Abgeltungssteuer. Aber bei aktuell niedrigen Zinsen und 1.000€ Freibetrag fällt kaum Steuer an.

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