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Anzahlungsrechnung schreiben

Vorauszahlungen vor Leistungsbeginn korrekt abrechnen - mit Muster und Anleitung.

Was ist eine Anzahlungsrechnung 2026?

Eine Anzahlungsrechnung fordert eine Vorauszahlung vor Beginn der eigentlichen Leistung. Sie sichert Ihre Liquidität und das Engagement des Kunden. Im Gegensatz zur Abschlagsrechnung wird hier noch keine Leistung erbracht - die Zahlung erfolgt im Voraus.

Wann wird eine Anzahlungsrechnung 2026 verwendet?

Anzahlungsrechnungen sind üblich bei: Sonderanfertigungen und Maßarbeit, Großaufträgen mit hohem Materialvorlauf, Neukunden ohne Bonität, Veranstaltungen und Events, Reisebuchungen. Die Anzahlungshöhe liegt typischerweise bei 30-50% des Gesamtbetrags.

Pflichtangaben der Anzahlungsrechnung 2026

  • Alle Standard-Rechnungspflichtangaben nach § 14 UStG
  • Klare Bezeichnung als "Anzahlungsrechnung" oder "Vorauszahlungsrechnung"
  • Bezug zum Gesamtauftrag/Vertrag
  • Prozentsatz oder fester Betrag der Anzahlung
  • Hinweis: "Verrechnung erfolgt mit Schlussrechnung"
  • Umsatzsteuer muss ausgewiesen werden (§ 13 Abs. 1 UStG)
  • Geplanter Leistungszeitraum

Muster: Anzahlungsrechnung 2026

ANZAHLUNGSRECHNUNG
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Rechnungs-Nr.: AR-2026-001
Datum: 04.02.2026

Bestellung/Auftrag: Einbauküche nach Maß
Auftragsdatum: 01.02.2026
Liefertermin geplant: KW 12/2026

Gesamtauftragswert:          12.500,00 € netto
                             14.875,00 € brutto

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ANZAHLUNG (40% bei Auftragserteilung)
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40% Anzahlung auf Gesamtauftrag

Anzahlung netto:              5.000,00 €
zzgl. 19% USt.:                 950,00 €
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Anzahlung brutto:             5.950,00 €

Zahlbar bis: 11.02.2026
IBAN: DE12 3456 7890 1234 5678 90
Verwendungszweck: AR-2026-001

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Die Anzahlung wird mit der Schlussrechnung
nach Lieferung und Montage verrechnet.

Verbleibender Betrag nach Lieferung: 8.925,00 € brutto

Wichtige Hinweise

Die Umsatzsteuer wird bereits bei der Anzahlung fällig (§ 13 Abs. 1 UStG)
In der Schlussrechnung muss die Anzahlung inkl. USt. abgezogen werden
Bei Stornierung: Ggf. anteilige Rückerstattung der Anzahlung
Anzahlungen über 30% sind bei Verbrauchern unüblich und können abschreckend wirken

Praxistipps

  • Vereinbaren Sie Anzahlungen bereits im Angebot/Vertrag
  • 30-50% Anzahlung ist bei Sonderanfertigungen üblich und akzeptiert
  • Bei Neukunden: Anzahlung als Sicherheit einfordern
  • Dokumentieren Sie Anzahlung und Verwendung klar in der Buchhaltung

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Anzahlung und Abschlag?

Eine Anzahlung erfolgt vor Leistungsbeginn (Vorauszahlung). Eine Abschlagsrechnung wird für bereits erbrachte Teilleistungen gestellt. Bei der Anzahlung gibt es noch keine Gegenleistung.

Muss auf die Anzahlung Umsatzsteuer berechnet werden?

Ja, bei Anzahlungen entsteht die Umsatzsteuerpflicht bereits mit Zahlungseingang (§ 13 Abs. 1 UStG). Sie müssen die USt. auf der Anzahlungsrechnung ausweisen.

Was passiert mit der Anzahlung wenn der Auftrag storniert wird?

Das hängt vom Vertrag ab. Bei Stornierung durch den Kunden kann ein Teil einbehalten werden (Aufwandsentschädigung). Bei Stornierung durch Sie: Vollständige Rückerstattung.

Wie hoch sollte eine Anzahlung sein?

30-50% sind üblich, je nach Branche und Materialkosten. Bei Verbrauchern wirken hohe Anzahlungen abschreckend. Bei B2B und Sonderanfertigungen sind höhere Anzahlungen akzeptiert.

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