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Inkasso beauftragen

Ab wann lohnt sich Inkasso? Kosten, Ablauf und Alternativen zum gerichtlichen Mahnverfahren.

Einleitung

Ein Inkassounternehmen übernimmt das Eintreiben Ihrer Forderungen professionell. Das spart Ihnen Zeit und Nerven, kostet aber Geld. Wir erklären, wann Inkasso sinnvoll ist und welche Alternativen es gibt.

Wann versenden?

Inkasso lohnt sich in der Regel ab einem Betrag von 200-500€, wenn mehrere Mahnungen erfolglos waren. Bei kleineren Beträgen fressen die Inkassokosten oft einen Großteil der Forderung auf.

Fristen & Zahlungsziel

Beauftragen Sie Inkasso nach der letzten erfolglosen Mahnung (in der Regel nach 3 Mahnungen). Warten Sie nicht zu lange - Forderungen verjähren nach 3 Jahren.

Was muss die Mahnung enthalten?

  • Inkasso lohnt sich ab ca. 200-500€ Forderung
  • Nach mindestens 2-3 erfolglosen Mahnungen
  • Kosten: Erfolgshonorar (10-30%) oder Pauschalen
  • Alternative: Gerichtliches Mahnverfahren (günstiger bei klaren Fällen)
  • Verjährung beachten: 3 Jahre ab Jahresende

Mustertext zum Kopieren

Vergleich: Inkasso vs. Gerichtliches Mahnverfahren

INKASSO:
• Kosten: 10-30% der Forderung (Erfolgshonorar)
• Vorteile: Wenig eigener Aufwand, psychologischer Druck
• Nachteile: Hohe Kosten, keine Vollstreckung möglich
• Geeignet für: Mittlere Beträge, wenn Sie keine Zeit haben

GERICHTLICHES MAHNVERFAHREN:
• Kosten: Ca. 36€ bei 1.000€ Forderung
• Vorteile: Günstig, Vollstreckungstitel möglich
• Nachteile: Eigener Aufwand, Schuldner kann widersprechen
• Geeignet für: Klare Fälle, höhere Beträge

EMPFEHLUNG:
• Unter 200€: Oft nicht wirtschaftlich (abschreiben oder Mahnbescheid)
• 200-1.000€: Inkasso oder Mahnbescheid je nach Zeitbudget
• Über 1.000€: Gerichtliches Mahnverfahren oft günstiger

Wichtige Hinweise

Inkassokosten können dem Schuldner auferlegt werden, aber nur in angemessener Höhe
Seriöse Inkassounternehmen sind beim Rechtsdienstleistungsregister registriert
Das gerichtliche Mahnverfahren ist bei klaren Fällen oft günstiger
Bei bestrittenen Forderungen führt Inkasso selten zum Erfolg

Praxistipps

  • 1Holen Sie mehrere Angebote von Inkassounternehmen ein
  • 2Prüfen Sie die Registrierung im Rechtsdienstleistungsregister
  • 3Bei klaren Forderungen: Gerichtlicher Mahnbescheid ist oft günstiger
  • 4Dokumentieren Sie alle Mahnungen und Kommunikation

Häufige Fragen

Ab welchem Betrag lohnt sich Inkasso?

Als Faustregel gilt: Ab 200-500€. Bei kleineren Beträgen übersteigen die Inkassokosten oft den wirtschaftlichen Nutzen. Prüfen Sie alternativ das gerichtliche Mahnverfahren (ab 36€ Gerichtskosten).

Was kostet ein Inkassounternehmen?

Die Kosten variieren stark: Erfolgshonorar zwischen 10-30% der Forderung, Pauschalen ab 30€ pro Fall, oder Kombinationen. Holen Sie mehrere Angebote ein und vergleichen Sie.

Kann der Schuldner die Inkassokosten zurückweisen?

Teilweise ja. Überhöhte Inkassokosten können angefochten werden. Der Schuldner muss nur "erforderliche" Kosten tragen. Gerichte prüfen die Angemessenheit.

Was ist der Unterschied zwischen Inkasso und Mahnbescheid?

Inkasso ist außergerichtlich - das Unternehmen mahnt für Sie. Ein Mahnbescheid ist ein gerichtliches Verfahren, das zu einem Vollstreckungstitel führen kann. Bei klaren Forderungen ist der Mahnbescheid oft effektiver und günstiger.

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