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Preisgestaltung

Stundensatz berechnen 2026

Der richtige Stundensatz entscheidet über Ihren wirtschaftlichen Erfolg. Zu niedrig, und Sie arbeiten unter Wert. Zu hoch, und Sie verlieren Aufträge. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihren optimalen Stundensatz berechnen.

Wie berechnet man den Stundensatz? 2026

Der Stundensatz muss alle Kosten decken und einen Gewinn ermöglichen. Die Formel: (Fixkosten + gewünschter Gewinn) ÷ fakturierbare Stunden = Mindeststundensatz. Beachten Sie: Als Selbstständiger können Sie nur etwa 60-70% Ihrer Arbeitszeit fakturieren – der Rest geht für Akquise, Buchhaltung und Weiterbildung drauf.

Anwendung:

Listen Sie alle monatlichen Kosten auf (Miete, Versicherungen, Software, Steuern, Lebenshaltung). Teilen Sie durch fakturierbare Stunden (ca. 100-120/Monat). Addieren Sie Gewinnmarge (20-30%).

Vor- & Nachteile

Vorteile

  • Transparente Preisgestaltung
  • Wirtschaftliche Absicherung
  • Vergleichbarkeit mit Branche
  • Grundlage für Angebote
  • Planbare Einnahmen

Nachteile

  • Nicht für alle Projekte geeignet
  • Belohnt nicht Effizienz
  • Kunde sieht nur Zeit, nicht Wert
  • Schwer bei komplexen Projekten

Beispiele

Webdesigner mit Home Office

Monatliche Kosten: 3.500 € (inkl. Lebenshaltung, Versicherungen, Software). Fakturierbare Stunden: 110/Monat.

→ 3.500 € ÷ 110 = 31,82 € Minimum. Mit 25% Marge: 40 € Stundensatz

IT-Berater mit Büro

Monatliche Kosten: 6.000 € (inkl. Büromiete, Angestellte). Fakturierbare Stunden: 100/Monat.

→ 6.000 € ÷ 100 = 60 € Minimum. Mit 30% Marge: 78 € Stundensatz

Tipps

Praktische Tipps

  • Fakturierbare Stunden realistisch schätzen (nicht 40h/Woche!)
  • Alle versteckten Kosten einrechnen (Altersvorsorge, Krankheit)
  • Branchenübliche Sätze recherchieren
  • Regelmäßig überprüfen und anpassen
  • Bei Spezialisierung: höhere Sätze möglich

Häufige Fragen

Wie viele Stunden kann ich fakturieren?
Realistisch sind 60-70% der Arbeitszeit fakturierbar. Bei 40h/Woche = 24-28h. Der Rest geht für Akquise, Buchhaltung, Meetings ohne Bezahlung, Weiterbildung. Pro Monat also ca. 100-120 fakturierbare Stunden.
Was muss alles in die Kalkulation?
Fixkosten (Miete, Versicherungen, Software, Steuerberater), variable Kosten (Material, Fahrtkosten), private Lebenshaltung, Altersvorsorge, Rücklagen für Krankheit/Urlaub, Steuern (ca. 30-40% vom Gewinn), und Gewinnmarge.
Wie hoch sind branchenübliche Stundensätze?
Stark unterschiedlich: Texter 40-80 €, Webdesigner 50-100 €, Programmierer 60-120 €, Unternehmensberater 100-200 €, Anwälte 150-400 €. Erfahrung und Spezialisierung erhöhen den Satz deutlich.
Soll ich meinen Stundensatz auf der Website zeigen?
Kommt auf die Branche an. Vorteil: Filtert unpassende Anfragen. Nachteil: Weniger Verhandlungsspielraum. Alternative: Preisspanne angeben ("ab 80 €/h") oder "Auf Anfrage".
Wie erhöhe ich meinen Stundensatz?
Spezialisierung (Nische statt Bauchladen), bessere Positionierung, mehr Erfahrung/Referenzen, schrittweise Erhöhung bei Neukunden, Bestandskunden jährlich 3-5% erhöhen mit Ankündigung.
Stundensatz oder Pauschalpreis – was ist besser?
Stundensatz: Gut bei unklarem Umfang, Wartung, Beratung. Pauschalpreis: Gut bei klar definierten Projekten, belohnt Effizienz. Viele kombinieren beides je nach Projekt.

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