Rechnung als Fotograf schreiben
Als Fotograf rechnen Sie nicht nur das Shooting selbst ab, sondern auch Bildbearbeitung, Nutzungsrechte und ggf. Reisekosten. Besonders wichtig: Die Übertragung von Nutzungsrechten muss klar definiert und bepreist sein.
Zahlungsziele
50% Anzahlung bei Buchung, Rest nach Bildübergabe. Bei Gewerbekunden: 30 Tage.
Steuersatz
19% Regelsteuersatz. Künstlerische Fotografie kann unter Umständen 7% anwenden, aber nur bei nachweislicher künstlerischer Tätigkeit.
Branchenspezifische Besonderheiten
Diese Punkte sind bei Rechnungen in dieser Branche besonders wichtig.
Nutzungsrechte separat ausweisen
Die Bildrechte (Nutzungslizenzen) sollten getrennt vom Shooting-Honorar ausgewiesen werden. Räumliche, zeitliche und inhaltliche Nutzung klar definieren.
Paketpreise vs. Einzelpositionen
Viele Fotografen arbeiten mit Paketpreisen (z.B. Hochzeitspaket). Diese sollten dennoch die enthaltenen Leistungen aufschlüsseln.
Nachbearbeitung & Retusche
Bildbearbeitung ist oft zeitintensiv. Entweder pauschal einpreisen oder nach Stunden/Bildern abrechnen.
Reisekosten bei Außenterminen
Anfahrt, Übernachtung und Verpflegung bei Terminen außerhalb können separat oder pauschal berechnet werden.
Typische Rechnungspositionen
Beispiele für Positionen auf einer Fotograf-Rechnung
Pflichtangaben auf der Rechnung
Diese Angaben müssen auf jeder Rechnung enthalten sein
Checkliste Pflichtangaben
- Name und Anschrift des Fotografen
- Steuernummer oder USt-IdNr.
- Kundenname und -anschrift
- Datum und Ort des Shootings
- Art der fotografischen Leistung
- Umfang der Nutzungsrechte
- MwSt-Satz (19% oder ggf. 7%)
Praxistipps
Bewährte Tipps aus der Praxis
Nutzungsrechte immer schriftlich im Vertrag definieren
Anzahlung (50%) bei Buchung vereinbaren
Paketpreise transparent aufschlüsseln
Raw-Dateien nur gegen Aufpreis herausgeben
Nachbearbeitung immer einkalkulieren
Häufige Fragen
Wie bepreise ich Nutzungsrechte?
Nutzungsrechte werden oft als Prozentsatz des Honorars berechnet (z.B. +30-50% für erweiterte Nutzung). Faktoren: Nutzungsart (Web, Print, Werbung), Dauer, Verbreitungsgebiet, Exklusivität.
Muss ich Raw-Dateien herausgeben?
Nein, grundsätzlich nicht. Raw-Dateien sind Ihr Rohmaterial. Wenn der Kunde Raw-Dateien wünscht, können Sie dafür einen Aufpreis berechnen und die Nutzungsrechte erweitern.
Wann gilt 7% MwSt für Fotografen?
Der ermäßigte Steuersatz gilt nur für nachweislich künstlerische Fotografie (z.B. Kunstausstellungen). Auftrags- und Werbefotografie unterliegt immer 19%. Im Zweifel 19% anwenden.
Wie rechne ich Hochzeitsfotografie ab?
Üblich sind Paketpreise, die alles enthalten: Vorbesprechung, Shooting (z.B. 8-12 Std.), Bildbearbeitung (z.B. 300+ Bilder), Nutzungsrechte für privat, Online-Galerie. Anzahlung bei Buchung, Rest nach Bildübergabe.
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