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Rechtsformen

KG – Kommanditgesellschaft gründen 2026

Die KG (Kommanditgesellschaft) kombiniert persönlich haftende Gesellschafter (Komplementäre) mit beschränkt haftenden Kapitalgebern (Kommanditisten). Ideal, um Investoren ohne volles Risiko aufzunehmen.

Kapital

Kein Mindestkapital

Haftung

Beschränkt

Steuerart

KSt + GewSt

Was ist eine KG? 2026

Die Kommanditgesellschaft ist eine Personengesellschaft mit zwei Arten von Gesellschaftern: Mindestens ein Komplementär haftet unbeschränkt und führt die Geschäfte. Die Kommanditisten haften nur bis zur Höhe ihrer Einlage und sind von der Geschäftsführung ausgeschlossen.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Kombination von Unternehmern und Investoren
  • Haftungsbeschränkung für Kommanditisten
  • Keine Mindesteinlage vorgeschrieben
  • Flexible Gewinnverteilung möglich
  • Steuerliche Transparenz (keine Doppelbesteuerung)
  • Keine Publizitätspflicht bei kleinen Unternehmen
  • Gewerbesteuer-Freibetrag 24.500 €
  • Einfacher als GmbH & Co. KG

Nachteile

  • Mindestens ein Vollhafter erforderlich
  • Kommanditisten haben wenig Mitspracherecht
  • Handelsregistereintrag mit Kosten
  • Buchführungspflicht
  • Gewerbesteuerpflicht
  • Komplexere Struktur als GbR/OHG
  • Kommanditisten-Haftung lebt bei Einlagenrückzahlung auf
  • Strenge formale Anforderungen

Gründung & Kosten

PostenDetailsKosten
GesellschaftsvertragSchriftlich erforderlich0-1.500 € (mit Anwalt)
NotarBeglaubigung der Anmeldung100-200 €
HandelsregisterEintragung mit Haftsummen100-200 €
KommanditeinlageMindestbetrag frei vereinbarFrei vereinbar

Steuern

  • 1Einkommensteuer: Gewinn auf Gesellschafter verteilt
  • 2Gewerbesteuer: Freibetrag 24.500 €, dann ca. 14-17%
  • 3Umsatzsteuer: 19% auf Lieferungen und Leistungen
  • 4Keine Körperschaftsteuer
  • 5Gewerbesteuer-Anrechnung auf ESt möglich

Haftung

Zweistufige Haftung: Komplementäre haften unbeschränkt mit Privatvermögen. Kommanditisten haften nur mit ihrer Einlage (Haftsumme im Handelsregister). Nach Einzahlung der Einlage keine weitere Haftung.

Für wen ist diese Rechtsform geeignet?

Familienunternehmen mit stillen Teilhabern
Investorenmodelle
Immobilien-Fonds
Mittelständische Unternehmen mit Kapitalgebern
Nachfolgeregelungen

Tipps

  • 1Trennen Sie Haftsumme und tatsächliche Einlage bewusst
  • 2Prüfen Sie die GmbH & Co. KG für volle Haftungsbeschränkung
  • 3Regeln Sie Informations- und Kontrollrechte der Kommanditisten
  • 4Vereinbaren Sie Gewinnentnahme- und Nachschussregeln
  • 5Dokumentieren Sie alle Einlagezahlungen
  • 6Beachten Sie: Gewinnentnahme kann Haftung aufleben lassen

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen KG und GmbH & Co. KG?
Bei der GmbH & Co. KG ist der Komplementär (Vollhafter) eine GmbH statt einer natürlichen Person. Dadurch haftet niemand persönlich unbeschränkt.
Kann ein Kommanditist die KG vertreten?
Nein, Kommanditisten sind von der Geschäftsführung und Vertretung ausgeschlossen. Sie können nur mit Prokura oder als Bevollmächtigte handeln.
Was ist die Haftsumme eines Kommanditisten?
Die Haftsumme ist der im Handelsregister eingetragene Betrag, bis zu dem der Kommanditist haftet. Sie kann niedriger sein als die tatsächliche Einlage.
Wann lebt die Haftung des Kommanditisten auf?
Wenn die Einlage unter die Haftsumme sinkt, z.B. durch Verluste oder Entnahmen. Dann haftet der Kommanditist wieder bis zur Haftsumme.
Kann ich als Kommanditist Verluste steuerlich nutzen?
Verluste können nur bis zur Höhe der Einlage steuerlich geltend gemacht werden. Darüber hinausgehende Verluste werden vorgetragen.
Was passiert beim Tod eines Kommanditisten?
Die Kommanditbeteiligung ist vererbbar. Die Erben treten in die Gesellschafterstellung ein, sofern der Gesellschaftsvertrag nichts anderes regelt.

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