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Zahlungsfristen-Cluster

Skonto auf Rechnung ausweisenFormulierung & Berechnung

Skonto motiviert Kunden zur schnellen Zahlung und verbessert Ihre Liquidität. Hier erfahren Sie, wie Sie Skonto korrekt auf der Rechnung ausweisen – mit Formulierungen zum Kopieren und interaktivem Rechner.

2-3%
Üblicher Satz
~36%
Effektivzins p.a.
7-14
Tage Frist
Zum Skonto-Rechner
Was ist Skonto?

Skonto ist ein Preisnachlass für schnelle Zahlung. Typisch: 2% Nachlass bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen statt 30 Tagen.

Berechnung: Skonto wird vom Bruttobetrag abgezogen. Bei 1.000€ brutto und 2% Skonto zahlt der Kunde 980€. Die Umsatzsteuer wird nachträglich korrigiert.

Effektivzins: 2% Skonto für 20 Tage frühere Zahlung entspricht ca. 36% Jahreszins – daher ziehen die meisten Kunden Skonto, wenn sie können.

Was ist Skonto?

Skonto ist ein bewährtes Mittel, um Kunden zur schnelleren Zahlung zu motivieren.

Für Sie als Rechnungssteller

  • Schnellerer Geldeingang verbessert Ihre Liquidität
  • Geringeres Ausfallrisiko bei schneller Zahlung
  • Weniger Aufwand für Mahnungen und Erinnerungen
  • 2-3% geringere Einnahmen bei Skonto-Ziehern

Für Ihren Kunden

  • Hohe Rendite: 2% Skonto für 20 Tage = ~36% Jahreszins
  • Besser als jede Bank-Anlage oder Kredit
  • Lohnt sich fast immer, wenn Liquidität vorhanden
  • Erfordert schnelle Rechnungsprüfung und Zahlung

Beispiel: Warum Skonto sich lohnt

1.000 €
Rechnungsbetrag
- 20 €
2% Skonto
= 980 €
Zahlbetrag

Der Kunde spart 20€, wenn er 20 Tage früher zahlt (10 statt 30 Tage). Das entspricht einem effektiven Jahreszins von ~36% – mehr als jede Geldanlage!

Typische Skonto-Staffeln

Diese Kombinationen aus Skontosatz und Zahlungsfrist sind in der Praxis üblich.

3%
bei 7 Tage
~47% p.a.

Sehr attraktiv für Kunden, schnellste Zahlung

Geeignet für: Handwerk, Dienstleister mit hohem Vorfinanzierungsbedarf

2%
bei 10 Tage
~36% p.a.
Empfohlen

Branchenstandard, guter Kompromiss

Geeignet für: B2B allgemein, Großhandel, IT-Dienstleister

2%
bei 14 Tage
~45% p.a.

Kundenfreundlich, längere Skontofrist

Geeignet für: Wenn Kundenbeziehung wichtiger als schnelle Zahlung

1%
bei 7 Tage
~16% p.a.

Geringer Anreiz, kaum Nutzung

Geeignet für: Nicht empfohlen – zu geringer Anreiz

Tipp: Ein zu niedriger Skontosatz (unter 1,5%) lohnt sich für Kunden kaum und wird selten genutzt. Bieten Sie lieber einen attraktiven Satz an, wenn Sie Skonto überhaupt anbieten wollen.
Zum Kopieren

Formulierungen für Ihre Rechnung

Klicken Sie auf "Kopieren", um eine Formulierung direkt zu übernehmen.

Standard mit einer Skontostufe

Bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen gewähren wir 2% Skonto. Ohne Abzug zahlbar innerhalb von 30 Tagen.

Klassische Variante für B2B

Staffel mit zwei Skontostufen

Zahlungsbedingungen: 3% Skonto bei Zahlung innerhalb von 7 Tagen, 2% Skonto bei Zahlung innerhalb von 14 Tagen, netto zahlbar innerhalb von 30 Tagen.

Flexible Staffel für größere Aufträge

Mit konkretem Datum

Bei Zahlung bis zum [Datum in 10 Tagen] gewähren wir 2% Skonto (= [Skontobetrag] €). Ohne Abzug zahlbar bis zum [Datum in 30 Tagen].

Klare Kommunikation mit Betragsangabe

Kurz und prägnant

2% Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen, sonst netto 30 Tage.

Kompakte Variante für begrenzte Platzverhältnisse

Ausführlich mit Hinweis

Gerne gewähren wir Ihnen bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen nach Rechnungsdatum einen Skontoabzug von 2%. Der Rechnungsbetrag ist ohne Abzug innerhalb von 30 Tagen fällig.

Freundliche, ausführliche Variante

Für Stammkunden

Wie vereinbart: 2% Skonto bei Zahlung innerhalb von 14 Tagen. Netto-Zahlungsziel: 30 Tage.

Wenn Skonto bereits vertraglich vereinbart wurde

Mehr Formulierungen: Weitere Zahlungsziel-Formulierungen ohne Skonto finden Sie in unserem Guide zu Zahlungsfristen.

Interaktives Tool

Skonto-Rechner

Berechnen Sie Skontobetrag, Zahlbetrag und effektiven Jahreszins.

Skonto-Rechner

Berechnen Sie Skonto und effektiven Jahreszins

%
Tage
Tage
Skontobetrag
20.00 €
Ersparnis für Kunden
Zahlbetrag mit Skonto
980.00 €
Was der Kunde zahlt
Effektiver Jahreszins
36.7%
Für 20 Tage früher
MwSt.-Korrektur
3.19 €
Weniger USt. abzuführen

Detailberechnung

Rechnungsbetrag brutto:1000.00 €
davon Netto:840.34 €
davon 19% MwSt.:159.66 €
Netto nach Skonto:823.53 €
MwSt. nach Skonto:156.47 €
Zahlbetrag mit Skonto:980.00 €
Wichtig für die Buchhaltung

Skonto & Umsatzsteuer

Wie wirkt sich Skonto auf die Umsatzsteuer aus? Das müssen Sie wissen.

Das Prinzip

Bei Skontoabzug verringert sich die Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer. Das bedeutet: Weniger Netto-Umsatz = weniger Umsatzsteuer.

Beispiel: Bei 1.000€ netto + 190€ MwSt. = 1.190€ brutto und 2% Skonto:

  • • Skontobetrag: 1.190€ × 2% = 23,80€
  • • Kunde zahlt: 1.166,20€
  • • Netto nach Skonto: 980€ (statt 1.000€)
  • • MwSt. nach Skonto: 186,20€ (statt 190€)
  • USt.-Ersparnis: 3,80€

So buchen Sie richtig

1

Rechnung erstellen

Stellen Sie die Rechnung mit dem vollen Bruttobetrag aus (inkl. Skonto-Hinweis).

2

Zahlungseingang prüfen

Prüfen Sie, ob der Kunde Skonto gezogen hat (Zahlung entspricht Skonto-Betrag).

3

Skonto verbuchen

Buchen Sie den Skontoabzug auf ein separates Konto (z.B. "Erlösschmälerungen / Skonto").

4

USt.-Voranmeldung

Die Umsatzsteuer-Korrektur erfolgt automatisch über die Buchführung und fließt in die USt.-Voranmeldung ein.

Keine neue Rechnung erforderlich

Sie müssen keine Korrekturrechnung ausstellen, wenn der Kunde Skonto zieht. Die Umsatzsteuer-Korrektur erfolgt ausschließlich über Ihre Buchführung. Optional können Sie eine Skontoabrechnung als Zahlungsbeleg erstellen.

Vor- und Nachteile von Skonto

Wann lohnt sich Skonto für Sie als Unternehmer?

Vorteile

Schnellere Liquidität

Kunden zahlen früher, Sie haben das Geld schneller auf dem Konto.

Geringeres Ausfallrisiko

Je schneller gezahlt wird, desto geringer das Risiko eines Zahlungsausfalls.

Weniger Mahnaufwand

Pünktliche Zahler bedeuten weniger Erinnerungen und Mahnungen.

Bessere Planbarkeit

Mit Skonto-Ziehern können Sie zuverlässiger kalkulieren.

Nachteile

Geringere Marge

2-3% weniger Einnahmen bei jedem Skonto-Zieher.

Buchungsaufwand

Skontoabzüge müssen korrekt verbucht werden (USt.-Korrektur).

Erwartungshaltung

Kunden gewöhnen sich an Skonto und erwarten es langfristig.

Teilzahlungs-Probleme

Skonto bei Teilzahlungen kann zu Diskussionen führen.

Unsere Empfehlung

Skonto lohnt sich besonders, wenn Sie Vorfinanzierungsbedarf haben (z.B. Handwerk, Materialkosten) oder wenn viele Kunden spät zahlen. Wenn Ihre Marge knapp ist und Sie keine Liquiditätsprobleme haben, können Sie auf Skonto verzichten und stattdessen ein kürzeres Zahlungsziel (14 Tage) setzen.

Skonto automatisch verwalten

Mit Clever Invoice richten Sie Ihre Skonto-Bedingungen einmal ein – sie werden automatisch auf jede Rechnung übernommen. Inkl. Zahlungserinnerungen und Skonto-Tracking.

Häufige Fragen

Die wichtigsten Fragen zu Skonto auf Rechnungen

Was ist Skonto?

Skonto ist ein Preisnachlass, den Sie Ihren Kunden für schnelle Zahlung gewähren. Typisch sind 2-3% Nachlass bei Zahlung innerhalb von 7-14 Tagen statt der üblichen 30 Tage. Für den Kunden entspricht das einem sehr hohen effektiven Jahreszins – daher wird Skonto oft genutzt.

Wie berechne ich Skonto?

Skonto wird vom Bruttobetrag der Rechnung abgezogen. Beispiel: Bei 1.000€ brutto und 2% Skonto zahlt der Kunde 980€. Die Formel: Skontobetrag = Rechnungsbetrag × Skontosatz ÷ 100. Bei 1.000€ × 2% = 20€ Skonto.

Wie wirkt sich Skonto auf die Umsatzsteuer aus?

Bei Skontoabzug verringert sich die Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer. Der Skonto wird vom Nettobetrag abgezogen, wodurch sich die MwSt. reduziert. Praktisch: Sie stellen die Rechnung mit vollem Betrag aus und korrigieren die USt. in Ihrer Voranmeldung, wenn der Kunde Skonto zieht.

Wie formuliere ich Skonto auf der Rechnung?

Eine korrekte Formulierung enthält Skontosatz, Skontofrist und das Zahlungsziel ohne Skonto. Beispiel: "Bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen gewähren wir 2% Skonto. Ohne Abzug zahlbar innerhalb von 30 Tagen."

Welcher Skontosatz ist üblich?

Übliche Skontosätze sind 2% bei 10-14 Tagen Zahlungsfrist oder 3% bei 7 Tagen. Im Großhandel sind auch höhere Sätze bis 5% möglich. Zu niedrige Sätze (unter 1%) lohnen sich für Kunden selten.

Wird Skonto vom Brutto- oder Nettobetrag abgezogen?

Der Kunde zieht den Skonto vom Bruttobetrag ab. Steuerlich wird der Skonto aber vom Nettobetrag abgezogen, wodurch sich die Umsatzsteuer entsprechend verringert. Bei 2% Skonto auf 1.190€ brutto (1.000€ netto + 190€ MwSt.) zahlt der Kunde 1.166,20€.

Muss ich eine neue Rechnung ausstellen, wenn der Kunde Skonto zieht?

Nein, eine neue Rechnung ist nicht erforderlich. Die Umsatzsteuer-Korrektur erfolgt über die Buchführung und wird in der Umsatzsteuer-Voranmeldung berücksichtigt. Optional können Sie eine Skontoabrechnung als Beleg erstellen.

Was ist der effektive Jahreszins bei Skonto?

Der effektive Jahreszins bei Skonto ist sehr hoch: Bei 2% Skonto für 20 Tage frühere Zahlung (10 statt 30 Tage) entspricht das etwa 36% p.a. Bei 3% Skonto für 23 Tage (7 statt 30) sogar etwa 47% p.a. Daher lohnt sich Skonto für Kunden fast immer.

Kann ich Skonto auch bei Teilzahlungen gewähren?

Ja, Sie können Skonto auch auf Teilzahlungen gewähren. Der Skonto wird dann anteilig auf den gezahlten Betrag angewendet. Wichtig: Definieren Sie in Ihren Zahlungsbedingungen, ob Skonto nur bei vollständiger oder auch bei teilweiser Zahlung gilt.

Welche Vor- und Nachteile hat Skonto für mich als Unternehmer?

Vorteile: Schnellere Liquidität, geringeres Ausfallrisiko, weniger Mahnaufwand. Nachteile: Geringere Marge, Buchungsaufwand bei Skontoziehung, Kunden erwarten Skonto langfristig. Abwägen: Ist Ihre Liquidität wichtiger als die Marge?