Steuerkalender
Einkommensteuer-Vorauszahlung 2026
Das Finanzamt will nicht ein Jahr auf Ihre Steuern warten – deshalb gibt es Vorauszahlungen. Wir erklären, wie sie funktionieren und wie Sie sie optimieren.
Warum muss ich Einkommensteuer vorauszahlen? 2026
Anders als Arbeitnehmer (Lohnsteuer wird monatlich abgezogen) zahlen Selbstständige vierteljährlich im Voraus. Die Höhe basiert auf Ihrer letzten Steuererklärung. Bei Gewinnänderung können Sie eine Anpassung beantragen.
Anwendung:
Vorauszahlungsbescheid erhalten. Termine vormerken. Bei Gewinnänderung: Anpassung beantragen. Zahlung pünktlich leisten.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- ✓Keine große Nachzahlung am Jahresende
- ✓Planbare Zahlungen
- ✓Anpassung bei Gewinnänderung möglich
Nachteile
- ✗Liquidität muss eingeplant werden
- ✗Vierteljährliche Zahlungen
- ✗Bei Gewinnsteigerung: Nachzahlung möglich
Tipps
Praktische Tipps
- →Rücklagen bilden: 30-40% vom Gewinn für Steuern
- →Bei Gewinneinbruch: Herabsetzung beantragen
- →Bei Gewinnsteigerung: Freiwillig erhöhen (vermeidet Nachzahlung)
- →Zahlungstermine im Kalender
- →Lastschrift einrichten – nie vergessen
Häufige Fragen
Wann sind die Vorauszahlungen fällig?
10. März, 10. Juni, 10. September, 10. Dezember. Fällt auf Wochenende: Nächster Werktag. Keine Dauerfristverlängerung möglich (nur bei USt-VA).
Wie wird die Höhe berechnet?
Basierend auf Ihrer letzten Steuerfestsetzung. Finanzamt schätzt laufendes Jahr und teilt durch 4. Im ersten Jahr: Keine oder niedrige Vorauszahlung (Finanzamt schätzt).
Kann ich die Vorauszahlung ändern?
Ja! Formloser Antrag ans Finanzamt mit Begründung (Gewinneinbruch, Elternzeit etc.). Das Finanzamt kann herabsetzen oder erhöhen. Am besten mit Schätzung des Jahresgewinns.
Was passiert bei Nichtzahlung?
Säumniszuschlag: 1% pro angefangenen Monat. Mahnungen. Bei längerer Nichtzahlung: Vollstreckung. Besser: Bei Liquiditätsproblemen frühzeitig Stundung beantragen.
Gibt es einen Freibetrag?
Vorauszahlungen werden erst ab 400€ pro Quartal festgesetzt. Unter dieser Grenze: Keine Vorauszahlung, nur Jahressteuererklärung. Aber: Nachzahlung möglich!
Was ist mit Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer?
Werden zusammen mit der Einkommensteuer festgesetzt. Soli: 5,5% der Einkommensteuer (Freigrenze beachten). Kirchensteuer: 8-9% je nach Bundesland.
Wie plane ich für Vorauszahlungen?
Faustregel: 30-40% vom Gewinn für Steuern zurücklegen. Separates Steuerkonto einrichten. Monatlich Rücklage bilden. So ist die Vorauszahlung nie ein Problem.
Was, wenn ich zu viel vorauszahle?
Erstattung mit Steuerbescheid! Überzahlung wird mit Zinsen (0,15%/Monat, also 1,8%/Jahr) erstattet. Besser als Nachzahlung – aber Liquidität liegt gebunden. Balance finden.
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