Steuern & Finanzen
Steueränderungen 2026
Das Jahr 2026 bringt mehrere steuerliche Erleichterungen für Selbstständige. Wir fassen die wichtigsten Änderungen zusammen.
Was ändert sich 2026 bei den Steuern?
Die wichtigsten Änderungen 2026: Der Grundfreibetrag steigt auf 12.348 €, die Pendlerpauschale gilt einheitlich mit 38 Cent ab dem ersten Kilometer, Gastronomie-Speisen bleiben dauerhaft bei 7% USt, die E-Rechnung-Empfangspflicht tritt in Kraft, und der Solidaritätszuschlag fällt für die meisten weg.
Anwendung:
Prüfen Sie, wie sich die Änderungen auf Ihre Situation auswirken. Passen Sie ggf. Ihre Vorauszahlungen an und stellen Sie sicher, dass Sie E-Rechnungen empfangen können.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- ✓Höherer Grundfreibetrag (mehr steuerfrei)
- ✓Pendlerpauschale ab Kilometer 1
- ✓Gastronomie: dauerhaft 7% USt
- ✓Soli fällt für die meisten weg
Nachteile
- ✗E-Rechnung-Empfangspflicht
- ✗Strengere digitale Buchführung (GoBD)
- ✗Komplexere Anforderungen
- ✗Investition in Software nötig
Kosten & Fristen
| Posten | Betrag/Frist | Hinweis |
|---|---|---|
| Grundfreibetrag 2026 | 12.348 € | (2025: 12.096 €) |
| Pendlerpauschale | 38 Cent/km | ab Kilometer 1 |
| Gastronomie-Speisen | 7% USt | dauerhaft (Getränke: 19%) |
Tipps
Praktische Tipps
- →E-Rechnungsempfang einrichten (wird 2026 Pflicht)
- →Steuervorauszahlungen ggf. anpassen lassen
- →Fahrtkosten neu berechnen (mehr absetzbar)
- →Gastronomie: Speisen und Getränke trennen
- →GoBD-konforme Buchführung sicherstellen
Häufige Fragen
Wie hoch ist der Grundfreibetrag 2026?
Der Grundfreibetrag liegt 2026 bei 12.348 € für Alleinstehende und 24.696 € für Verheiratete. Das sind 252 € mehr als 2025. Einkommen bis zu dieser Grenze ist steuerfrei.
Was ändert sich bei der Pendlerpauschale?
Ab 2026 gilt einheitlich 38 Cent pro Kilometer ab dem ersten Kilometer. Die bisherige Staffelung (30 Cent bis km 20, dann 38 Cent) entfällt. Das bedeutet mehr Ersparnis für kurze Strecken.
Muss ich E-Rechnungen empfangen können?
Ja, ab Januar 2026 müssen alle Unternehmen E-Rechnungen (XRechnung, ZUGFeRD) empfangen und verarbeiten können. Das Versenden wird erst 2027/2028 Pflicht.
Fällt der Solidaritätszuschlag 2026 weg?
Für die meisten Selbstständigen mit mittlerem Einkommen ja. Die Freigrenze wird erneut angehoben. Nur bei sehr hohem Einkommen (über ca. 96.000 €) wird noch Soli fällig.
Bleibt die Gastronomie-Ermäßigung bestehen?
Ja, die Umsatzsteuer für Speisen in der Gastronomie bleibt dauerhaft bei 7%. Diese Regelung wurde während Corona eingeführt und gilt nun permanent. Getränke werden weiterhin mit 19% besteuert.
Was ist GoBD und warum ist es wichtig?
GoBD (Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Dokumentation) regelt die digitale Buchführung. Verstöße können zu Hinzuschätzungen führen. Nutzen Sie GoBD-konforme Software für Ihre Buchhaltung.
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