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Zahlungen & Finanzen

SEPA-Lastschrift einrichten 2026

Mit SEPA-Lastschrift ziehen Sie Geld direkt vom Konto Ihrer Kunden ein – kein Warten auf Überweisungen, kein Mahnaufwand. Ideal für wiederkehrende Zahlungen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie SEPA-Lastschrift einrichten.

Was ist SEPA-Lastschrift? 2026

Bei der SEPA-Lastschrift erteilt Ihnen der Kunde eine Einzugsermächtigung (Mandat). Sie können dann Beträge direkt von seinem Konto einziehen. SEPA gilt im gesamten Euro-Raum. Es gibt die SEPA-Basis-Lastschrift (für Privatkunden, 8 Wochen Widerspruchsrecht) und die SEPA-Firmen-Lastschrift (für Geschäftskunden, kein Widerspruchsrecht).

Anwendung:

Beantragen Sie eine Gläubiger-ID bei der Bundesbank. Holen Sie SEPA-Mandate von Ihren Kunden ein. Reichen Sie Lastschriften über Ihre Bank oder einen Zahlungsdienstleister ein.

Vor- & Nachteile

Vorteile

  • Planbare Zahlungseingänge
  • Kein Mahnaufwand
  • Automatisierbar
  • Kundenfreundlich (keine Überweisung nötig)
  • EU-weit einsetzbar

Nachteile

  • Rücklastschriften möglich (Kosten!)
  • Gläubiger-ID erforderlich
  • Mandate müssen verwaltet werden
  • Vorlauffristen beachten

Kosten

PostenBetragHinweis
Gläubiger-ID0 €kostenlos bei der Bundesbank
Lastschrift-Gebühr Bank0,20-0,50 €pro Lastschrift
Rücklastschrift3-15 €bei fehlgeschlagenem Einzug

Tipps

Praktische Tipps

  • Mandate sorgfältig aufbewahren (rechtliche Absicherung)
  • Fälligkeitsdatum einhalten (Pre-Notification)
  • Bei Rücklastschriften sofort handeln
  • Firmen-Lastschrift für B2B-Kunden nutzen
  • Zahlungsdienstleister vereinfachen die Abwicklung

Häufige Fragen

Wie bekomme ich eine Gläubiger-ID?
Beantragen Sie die Gläubiger-Identifikationsnummer kostenlos bei der Deutschen Bundesbank unter www.glaeubiger-id.bundesbank.de. Sie erhalten sie innerhalb weniger Tage.
Was ist ein SEPA-Mandat?
Das SEPA-Mandat ist die schriftliche Einzugsermächtigung des Kunden. Es enthält: Name und Adresse des Zahlers, IBAN, Gläubiger-ID, Mandatsreferenz, Datum und Unterschrift (oder elektronische Bestätigung).
Wie lange muss ich Mandate aufbewahren?
Mandate müssen mindestens 14 Monate nach dem letzten Einzug aufbewahrt werden. Bei Firmen-Lastschriften gibt es kein Widerspruchsrecht, aber bewahren Sie Mandate trotzdem auf.
Was sind die Vorlauffristen?
Basis-Lastschrift: 5 Bankarbeitstage bei Erstlastschrift, 2 Tage bei Folgelastschriften. Firmen-Lastschrift: 1 Bankarbeitstag. Zusätzlich müssen Sie den Kunden vorab informieren (Pre-Notification, meist 14 Tage).
Was passiert bei einer Rücklastschrift?
Bei fehlgeschlagenem Einzug (z.B. Konto nicht gedeckt) wird die Lastschrift zurückgegeben. Sie erhalten das Geld nicht und zahlen Rücklastschriftgebühren (3-15 €). Der Kunde muss anderweitig zahlen.
Kann der Kunde einer Lastschrift widersprechen?
Bei der SEPA-Basis-Lastschrift hat der Kunde 8 Wochen Widerspruchsrecht ohne Angabe von Gründen. Bei unberechtigten Lastschriften (ohne Mandat) sogar 13 Monate. Bei der Firmen-Lastschrift gibt es kein Widerspruchsrecht.

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